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KODOKAN JUDO

 

Meister Jigoro Kano wurde als dritter Sohn am 28.10. 1860 in dem Dorf Mikage (Kobe) geboren. Im Jahre 1871 übersiedelte er mit seiner Familie nach Tokio und studierte dort an der Kaiserlichen Universität. Obwohl schwächlich vom Körperbau und klein, faßte er den Beschluß, ebenso stark zu werden wie seine Mitschüler und begann JU-JUTSU zu lernen. Nur schwer fand er eine Schule. Jigoro Kano erwarb sich sehr viele Kenntnisse. Im Jahre 1882 eröffnete Jigoro Kano seine eigene Schule, KODOKAN (Zusammenkunft zur Verkündung der Wahrheit - des Wegs) und unterrichtete seine eigene Methode JUDO. Er war damals 22 Jahre alt. Er studierte weiter bei bekannten Meistern und in Büchern.

Anfang des Jahres 1882 arbeitete er mit neun Schülern in einem Dojo mit zwölf Tatamimatten.

Nach einem reichlich erfüllten und fruchtbaren Leben starb Meister Jigoro Kano am 4. Mai 1938 an den Folgen einer Lungenentzündung.

 

Philosophie des KODOKAN JUDO

 

JUDO ist das Studium und Trainingsmethode für Geist und Körper. Wichtigster Übungsstoff ist der Angriff und die Verteidigung im Kampf Mann gegen Mann. Die Lehre, die der Begründer Jigoro Kano hinterlassen hat und bis heute im Kodokan unterrichtet wird, lautet folgendermaßen:

 

Judo ist der Grundsatz des wirkungsvollsten Gebrauchs von Geist und Körper.

 

Judo auszuüben bedeutet:

Geist und Körper durch das Spiel des Angriffs und der Verteidigung

zu entwickeln und sich auf diese Weise selbst zu einem

harmonischen Menschen zu vervollkommnen, um damit zum Glück

aller Menschen beizutragen.

 

JU     bedeutet geschmeidig, biegsam, nachgeben (um zu gewinnen).

 

DO   bedeutet Weg oder Prinzip.

 

 

Judo

 

Die beiden großen Grundsätze Jigoro Kanos, die Hauptpfeiler, auf die sich JUDO stützt, heißen:

 

·    (Sei-Ryoku-Zen-Yo)
Bester Einsatz von Geist und Körper

·    (Ji-Tai-Kyo-Ei)
Gegenseitige Hilfe für den wechselseitigen Fortschritt und das beiderseitige Wohlergehen

 

-   » Bester Einsatz von Geist und Körper « = das Mittel:

-   Fundamentaler Grundsatz für alle Techniken des echten Judokampfes.
Jeglicher Begriff von Sieg und Niederlage zielt daran vorbei.

-   Entwicklung des Körpers = körperliche Erziehung

-   Studium — geistige Erziehung — Charakterbildung

-   Art und Weise des Essens, Kleidens, Wohnens, Umgangs mit den Menschen = Lebenskunst.

 

» Gegenseitige Hilfe für den wechselseitigen Fortschritt und das beiderseitige Wohlergehen « = das Ziel:

-   Gegenseitige Fügsamkeit und Hilfsbereitschaft

-     JUDO bedeutet folglich, durch eigene Vervollkommnung die Gemeinschaft zu bereichern.

-     Gegenseitige Fügsamkeit (Geschmeidigkeit) ist der Weg zum Glück für alle Menschen.

 

 

 

Judo beruht auf dem Prinzip “Siegen durch Nachgeben” oder “maximale Wirkung bei einem Minimum an Aufwand”.
Judo ("Der Sanfte Weg") ist nicht nur ein Weg zur Leibesertüchtigung, sondern auch eine Philosophie zur Persönlichkeitsentwicklung.
Besonders für Kinder ist Judo ein idealer Sport.
Es werden neben der körperlichen Betätigung auch die Vermittlung von sozialen Werten (z.B. Respekt, Höflichkeit, Ehrlichkeit) und Verantwortung (u.a. für den Partner) vermittelt bzw. gelehrt. Sogar Kinderärzte empfehlen inzwischen Judo bei Kindern mit Konzentrationsschwierigkeiten, leichten motorischen Störungen und Übergewicht.
Unter qualifizierter Aufsicht kann man Judo jahrzehntelang auch bis ins hohe Alter betreiben, ohne gesundheitliche Spätfolgen (Gelenkbeschwerden, Abnutzungserscheinungen) befürchten zu müssen.
Schon nach kurzer Zeit können Kinder an Ihren ersten Turnieren teilnehmen. Dank der Einteilung in eine Vielzahl von Alters- und Gewichtsklassen spielen Größe und Gewicht keine Rolle beim Erreichen der ersten sportlichen Erfolge, sondern nur der Fleiß im Training.

Da die meisten Kinder im Alter von 6-8 Jahren mit dem Judosport beginnen, hat fast jeder die Möglichkeit, auf Turnieren mit Kindern des gleichen Leistungsniveaus zu kämpfen.

Judo und Selbstverteidigung:

Auch wenn Judo in erster Linie für den sportlichen Wettkampf entwickelt wurde, ist es für Kinder eine durchaus geeignete Möglichkeit sich zu verteidigen.
Besonders bei typischen Schulhofrangeleien und Angriffen durch ältere Mitschüler, können die im Training erlernten Techniken sehr hilfreich sein und vor allem auch das Selbstbewusstsein stärken. Dies soll aber nicht bedeuten, dass wir Schulhofschläger ausbilden, nein, ganz im Gegenteil.
Die Judoka lernen die Gefahren kennen und mit diesen umzugehen. Wer sich entschließt, sein Kind in unsere Judo-Abteilung des TV Oyten e.V. zu schicken, sollte das 3-4-malige Probetraining benutzen, um zu prüfen, ob das Training zusagt.
Judo für Kinder bringt Sicherheit und Selbstvertrauen!